Pausentag in Hamar
Eigentlich gehört zu einem Pausentag auch eine Pause vom Blog, aber da es doch ein bisschen etwas zu erzählen gibt, will ich gern am Abend des Tages auf meinem Lieblingsplatz im Gemeinschaftsraum des Pilgerzentrums in Hamar sitzend noch ein wenig vom Pausentag berichten. Es war übrigens meine erste Nacht in einem Schlafsaal gemeinsam mit anderen Pilgern.
Über mir im Doppelstockbett nächtigte eine junge Holländerin, neben mir schliefen ein Herr aus Deutschland und PCT - Jörg. Und es war erstaunlich ruhig. Kein Schnarcher dabei👍, außer mir eventuell 😃. Die Nacht wurde etwas ausgedehnt und da die Fenster abgedunkelt waren, konnte ich tatsächlich bis 7.30 Uhr schlafen. Um 8.30 waren wir zur Pilgerandacht in die Domkathedrale eingeladen.
Eine kleine Pilgerschaft hatte sich eingefunden und die Diakonin im grünen Collar-Oberteil führte gekonnt und charmant auf Englisch durch die Liturgie. Anschließend blieb noch etwas Zeit ein paar Schritte in den tollen Kirchenraum zu tun, das eine oder andere Foto zu schießen und über die Norweger zu staunen. Ein tolles Bauwerk👍. Nach der Andacht wurde gefrühstückt und das eine oder andere Quartier für die nächsten Tage gebucht. Pilgern ist keine billige Angelegenheit, jedenfalls nicht in Norwegen. Diese Erfahrung mache ich gerade und es ist echt nicht einfach bei dem doch erkennbaren Andrang immer ein günstiges Quartier in Laufweite zu finden. Mal schauen, wie das noch wird.
Den weiteren Vormittag verbrachte ich im Pilgerzentrum und zum Mittagessen gab es den Rest der Spaghettis vom Vorabend, verschönert mit einer meiner Tomatensuppen aus der Tüte. Miek aus Holland, die inzwischen hier gelandet war, wurde kurzerhand eingeladen und es reichte für alle. Nachmittags gab es ein "Konzert" in der Kathedrale. Das ließ ich mir nicht entgehen, aber es war mehr eine kurze Abhandlung der Geschichte des Domes mit ein paar Liedern garniert.
Aber die beiden Damen haben ihr Bestes gegeben. Zum Konzert gesellten sich Dennis und Julia wieder dazu und zu viert gingen wir danach zum Meilenstein 488 Km Til Nidaros und schossen die obligatorischen Fotos. Diesmal ohne Rucksack😳.
Danach liefen wir nochmal gemeinsam in die Stadt und genossen den Einlauf des Skibladlers, des ältesten noch fahrenden Raddampfers der Welt.
Ein Kaltgetränk gab es dazu auch noch und bald mussten die beiden zum Abendessen ins Hotel und Ricarda und ich machten und auf den Weg zurück ins Pilgerzentrum, wo inzwischen ein paar neue Pilgerbaus Riesa und Stuttgart eingetroffen waren.
Nun wird es bald ins Bett gehen. Der Ruhetag tat gut und morgen stehen dann gut 22 Kilometer auf dem Plan bis zum Konfirmandensaal in Veldre.
So sah das hier früher aus...
Blick von der Kathedrale auf die Mjøsa
Angelruten aus alter Zeit - zu sehen in der alten Bischofsburg an der Kathedrale, hier gibt es ein Museum.
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