11. Etappe - Hamar - Veldre Konfirmandensalen 25 Km
Auch die Durchquerung des 6 Kilometer langen Städtchens war wirklich anstrengend. Gut, wenn man dabei nicht allein unterwegs ist.
Zu Ricarda und mir gesellte sich zeitweise noch Miek, eine ziemlich taffe Holländerin, die auch mit uns im Pilgerzentrum in Hamar übernachtet hatte. Die eigentlich vor dem Start geplante Morgenandacht in der Kathedrale fand offenbar nicht statt, so lasen wir Lösung und Lehrtext und beteten vor dem Start noch ein Vaterunser und schon ging es los.
Erster Stop nach 300 Metern am Meilenstein mit Fotosession. Danach führte der Weg durch das Hedmarks Freilichtmuseum (unbedingt sehenswert) mit einem coolen Kletterpark. Es folgte ein Wohnmobilstellplatz am See for free, den wir sicher noch einmal aufsuchen werden. Eine nette Begegnung hatten wir mit einer jungen Norwegerin, die mit ihrem schönen schwarzen Retriever unterwegs war. Erst erkundigte sie sich interessiert nach unseren Plänen und kam dann auf den Hund zu sprechen. Sie erzählte, sie möchte mit dem Hund ans Wasser, also an den Mjøsasee. Er badet so gern im Ozean, sagte sie. So liegt also alles immer im Auge des Betrachters.
Kurz nach dieser netten Begegnung begann der Weg in Richtung Wald und Naturschutzgebiet leicht anzusteigen. Eine schöne Strecke, wenngleich bergauf, schloss sich durch den Wald an. Als wir den Kamm überschritten hatten, öffnete sich schnell die Landschaft und der Weg führte über Schotterstraßen auf und ab bis zur Kirche in Furuset bei Kilometer 9. Sie war offen und für uns Pilger gab es Kaffee und Kekse. Was will man mehr? Die Kirche war recht schlicht aber ein schöner Ort zum Kräftesammeln. Bald ging es weiter gen Brumunddal und nach wieder einigen Kilometern auf Schotter und durch mannshohes Gras und Brennesseln und schön schattige Waldwege, erreichten wir die Ortsgrenze der Stadt. Durch eine lange Wohnsiedlung führte der Weg, unterquerte mal wieder die E6 und dann kamen wir kurz danach ins Stadtzentrum. Am Einkaufscenter warteten wir auf Dennis und Julia, die aber irgendwie anders ins Einkaufszentrum gingen und uns so quasi überholten ohne einzuholen. Mit aufgefüllten Wasserflaschen und 20 Kilometern in den Knochen ging es nun bergauf bis zum Ziel, die Herberge im Konfirmandensaal in Veldre. Im Grunde war die Strecke ganz schön, aber die Temperaturen um 25 Grad und die pralle Sonne ließen uns mächtig ins Schwitzen kommen. Immerhin bin ich offenbar inzwischen echt trainiert. Mein Maximalpuls lag heute deutlich unter 120. Nun sind wir zu siebt in der Herberge, zwei weitere Deutsche sind hinzugekommen. Jetzt werden die Wunden geleckt, die Füsse neu gepflastert. Meine sehen noch aus wie immer. Ich muss gute Gene haben. 👍 Auch die Ladung IBU Tabletten im Medizinbeutel blieb bisher unangetastet. Morgen liegt dann wieder eine etwas kürzere Etappe nach Ringsaker vor uns, wo wir im Gemeindehaus übernachten werden.
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