13. Etappe - Ins Rehacenter nach Ringen!
In den Tagen vor Lillehammer strecke ich die Tagesabschnitte ein bisschen und laufe kürzere Distanzen als eigentlich möglich und sinnvoll wäre.
In Lillehammer habe ich dann zum Ende dieser Woche drei Ruhetage bis meine neue Pilgerbegleitung eintrifft und so bleibt mir also etwas Zeit zur Entschleunigung. Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass sich mein Körper ganz gut an die Belastung gewöhnt hat. Anstiege, die mich vor zwei Wochen alle 50 Meter hätten pausieren lassen und pulslich in den Grenzbereich gebracht hätten, gehe ich inzwischen, wenn auch langsam, aber doch durchgehend.
Das macht mir Mut für das Gudbrandstal. Inzwischen zeichnet sich aber ab, dass die Herbergssituation dort echt schwierig und wahnsinnig teuer ist und wir also mit dem Zelt unterwegs sein werden, wenn Helene, unsere Tochter, mich ein Stück begleitet auf dem Weg nach Nidaros. Darauf freue ich mich schon.
Auf der heutigen Etappe von Ringsaker aus bis zum Rehacenter in Ringen über knapp 12 Kilometer hieß es zweimal Abschied zu nehmen.
Nach einem Stück Asphalt und Schotterweg entlang der Straße von Ringsaker nach Møelv lasen wir Julia und Dennis am Campingplatz Steinvik auf und liefen gemeinsam ein bisschen über Stock und Stein auf schönen Wegen auf und ab am Mjøsasee entlang bis nach Møelv. Oder korrekt gesagt, wir liefen um Møelv herum. Dabei sind wir, ohne es recht wahrzunehmen, am Bahnhof vorbeigelaufen. So waren wir fast schon am Ortsausgang, als wir von Ricarda Abschied nahmen, für die es nun wieder nach Hause geht. Sie bleibt noch einen Tag in Lillehammer und dann fährt die Fähre gen Süden.
Eine schöne Pilgergemeinschaft über mehrere Tage fand so nun ihr gutes Ende. Vielen Dank für die vielen guten Gespräche auf dem Weg, die netten Abende in den Herbergen, die Offenheit und das Zuhören! Wir wünschten uns noch einen guten Weg und werden mal schauen, ob wir noch ein Weilchen im Kontakt bleiben. Mit den beiden Hamburgern bin ich dann in der Mittagshitze weitergelaufen bis zum schweißtreibenden Aufstieg über eine nicht enden wollende Serpentinenstrecke mit 200 Höhenmetern auf etwa 2,5 Kilometern bis zum Abzweig zum Rehacenter Ringen.
Irgendwo auf diesem Weg bis zum Rehacenter habe ich die 200 Kilometermarke geknackt. Irgendwie toll ist das schon und ein kleines bisschen stolz bin ich auch. In zwei Tagen habe ich dann ein Drittel der ganzen Tour geschafft👍.
Eine moderne kleine Rehaklinik stellt hier in Ringen den Pilgern Zimmer zur Verfügung, die nicht für Patienten gebraucht werden. Das ist mal wieder Luxus pur und entschädigt für den anstrengenden Aufstieg. Vor den Pforten der Klinik nahmen dann auch Julia Dennis und ich Abschied voneinander. Es hat viel Spass gemacht mit Euch und wir hatten auch ganz viele gute und persönliche Gespräche, auch dafür sei Euch gedankt! Kommt gut in Lillehammer an!
Nun überlege ich, ob ich hier irgendwo ne Badehose bekomme, denn ich hätte schon Lust, mal in den Klinikpool zu steigen mit Blick auf den Mjøsasee😁👍 Zum Abendessen werde ich das Buffet hier auch in Anspruch nehmen, Frühstück ist ja inclusive. Morgen stehen dann etwa 17 Kilometer bis zur sehr schönen Herberge Johannesgard auf dem Zettel. Die vorletzte Etappe vor Lillehammer.
Die ersten Heidelbeeren sind reif 😁👍!
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