6. Etappe - Der erste Tag mit richtig norwegischem Wetter...
Die dunklen Wolken waren schon aufgezogen und die ersten Regentropfen tröpfelten schon herunter. Also Regenjacke und Schirm in Anschlag bringen. Es ist dann doch schnell Starkregen daraus geworden und so war es eine recht kurze Etappe, die ich an diesem Sonntag absolvierte.
In einer knuddeligen Selbstversorgerherberge bin ich bisher allein und werde es vermutlich auch bleiben. Vor mir waren Doris und Simon auch hier. Die beiden Mediziner haben sich also getrennt. Franzi ist gestern noch weitergelaufen. Gut, dass hier im Haus beide ihre Telefonnummer hinterlassen haben. So kann man immer mal wieder fragen, ob der Schuh irgendwo drückt. Ich war dann nachmittags kurz in der Versuchung, weiterzugehen, weil es ganz kurz aufklarte, aber diese Phase währte nur für eine halbe Stunde.
Da auch Gewitter angekündigt waren, bin ich lieber doch nicht allein in das 10 Kilometer lange Waldstück gegangen. Man lernt als Pilger zu allererst, gut für sich zu sorgen.
Also werde ich auf besseres Wetter morgen hoffen und dann die Strecke bis Sannfredstun, also etwa 21 Kilometer in Angriff nehmen. Da gibt es dann für den Fall der Fälle auch vorher einige Übernachtungsmöglichkeiten. Jetzt warte ich auf eine Regenpause um unter die stylische Kalt-Aussendusche zu steigen.
Mein "Appartement"
Eins habe ich schon gecheckt: Ich darf hier keine Lebensmittel herumliegen lassen. Unterm Dach hat irgend ein Iltis oder sowas sein Nest mit Jungen. Über dieses Loch kommt er auch in mein Schlafgemach...
Ich verrate dann morgen, ob mein Rucksack ein Loch hat😳😉.
Kurzer Nachtrag: Ich bin frisch geduscht, 15 Grad Lufttemperatur 5 Grad Wassertemperatur, herrlich erfrischend.
Mein Pilgerbad:
Hallo Martin , durch Jörg können wir Deine Unternehmung verfolgen und wünschen Dir besseres Wanderwetter und Gottes Geleit auf Deinen Wegen ! Katja und Christoph
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